Entscheidungen sind nur so tragfähig wie ihr Referenzrahmen.

Vergütungslogik

Ich arbeite nicht auf Basis von Honorarordnungen.
Ich arbeite nicht auf Stunden-, Tages- oder Pauschalsätzen.
Ich biete keine Leistungen, die ausgeschrieben oder verglichen werden können.

Der Bewertungsmaßstab sind die wirtschaftlichen, terminlichen und haftungsrelevanten Folgen von Entscheidungen, welche die reale Projektkomplexität unzulässig vereinfachen.
Diese Logik ist vergleichbar mit vorgelagerten Prüfungen im Kontext von IDW S16-Bewertungen sowie mit entscheidungsrelevanten Grundlagen in IDW-S6-Konstellationen.
Dazu zählen unter anderem Folgekosten aus Eskalationen, Verzögerungen, Gutachten- und Rechtsaufwendungen – nicht als Preisliste, sondern als Maßstab für Entscheidungsfolgen.
Diese Kosten werden nicht gemessen, kalkuliert oder berechnet.
Sie bilden jedoch den einzigen tragfähigen Bezugsrahmen für Entscheidungen.

Einordnung

 

Fehlentscheidungen in Bauprojekten entstehen selten aus Unwissen.
Sie entstehen aus unterkomplexen Entscheidungslogiken, die zu lange fortgeschrieben werden.

Je weiter ein Projekt fortgeschritten ist, desto größer sind die wirtschaftlichen, terminlichen und haftungsrelevanten Folgen solcher Entscheidungen.

Meine Vergütung orientiert sich nicht am Aufwand, sondern an der Tragweite der verhinderten Fehlentscheidung bei verlorenem oder unterkomplexem Referenzrahmen.

Wenn Modelle, Szenarien und Berechnungen den Referenzrahmen nicht mehr tragen,
ist weiteres Entscheiden keine Optimierung, sondern Haftungsverschiebung.

Entscheidender Punkt

Eine Beauftragung hängt nicht davon ab,

welches Budget vorgesehen ist,

welche Honorartabellen gelten,

oder wie viel Zeit eingeplant wurde.

Sie hängt davon ab, ob der Auftraggeber bereit ist, Entscheidungen nicht weiter zu vereinfachen, wenn diese Vereinfachungen nicht tragfähig sind.

Konsequenz

Wer primär wissen möchte, was es kostet, ohne zu verstehen, was Fehlentscheidungen kosten, ist hier nicht richtig.

Ich arbeite nicht für Projekte. Ich arbeite für Entscheidungen.

Die Bewertung von Entscheidungslogiken erfordert vollständige Einsicht in projektrelevante Unterlagen, Daten und Annahmen.

Dazu gehören auch wirtschaftlich, strategisch und rechtlich sensible Informationen.

Diese Einsicht ist keine Besonderheit, sondern Voraussetzung für eine belastbare externe Entscheidungsbewertung – vergleichbar mit der Arbeit externer Instanzen in Finanzierung, Restrukturierung oder Unternehmensberatung.

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