Entscheidungen in komplexen Bauprojekten.
Bauprojekte scheitern selten an einzelnen Problemen – sondern an vereinfachten Modellen, Szenarien und Berechnungen, die der realen Projektkomplexität nicht mehr entsprechen.
In Bauprojekten werden Entscheidungen regelmäßig isoliert getroffen:
zu Kosten, zu Terminen, zu Vergaben.
Solange diese Vereinfachung von der Projektwirklichkeit getragen wird, ist das zulässig.
Problematisch wird es dort, wo Modelle, Szenarien und Berechnungen den Referenzrahmen nicht mehr tragen. Dann braucht es keine bessere Analyse, sondern eine andere Entscheidungsebene.
Genau hier setzt meine Arbeit an.
Abgrenzung
Projektsteuerung, Beratung und Gutachten arbeiten innerhalb bestehender Referenzrahmen. Ich bewerte, ob diese Referenzrahmen noch tragen – oder ob eine andere Entscheidungsebene erforderlich ist.
Nicht, um Projekte zu optimieren, sondern um Entscheidungen wieder verantwortbar zu machen.
Ebene 1 folgt einer entscheidungslogischen Prüfung in Anlehnung an die IDW-S5-Systematik (Plausibilität, Tragfähigkeit von Annahmen, Referenzrahmen).
Ebene 3 entspricht der Entscheidungslogik eines IDW-S6-Sanierungsgutachtens
(Fortführungsfähigkeit, Abbruch, Haftungsrelevanz).
Für wen das relevant ist
Diese Arbeit richtet sich an Banken, Investoren, Family Offices und Bauherren,
die Entscheidungen mit erheblicher wirtschaftlicher Tragweite nicht mehr allein auf Basis isolierter Bewertungen treffen können oder wollen.
Nicht relevant ist sie für operative Projektteams oder klassische Steuerungsaufgaben.
Drei Entscheidungsebenen. Ein eskalierendes Problem.
Ebene 1 – Fehlervermeidung und Prävention, Definition komplexitätsgerechter Referenzrahmen
Unterkomplexe Entscheidungen verhindern, bevor sie bindend werden.
Ebene 2 – Definition der noch verfügbaren Entscheidungskorridore
Entscheidungen sind noch möglich – aber nur innerhalb klar definierter Entscheidungskorridore.
Ebene 3 – Freigabe oder Abbruch
Referenzrahmen nicht mehr verfügbar. Entscheidungen sind nicht mehr klassisch möglich. Es geht um Fortführung oder Abbruch des Projektes.
→ Zur Einordnung
Eine Kontaktaufnahme auf einer Ebene führt nicht automatisch zur nächsthöheren. Jede Ebene ist in sich abgeschlossen.
Einordnung
Eine Kontaktaufnahme dient nicht der Angebotseinholung, sondern der Klärung, auf welcher Entscheidungsebene sich ein Projekt befindet – und ob eine externe Einordnung erforderlich ist.